Der Roman „Stadt der Verlierer“ von Lilian Faschinger entführt den Leser in eine düstere und zugleich faszinierende Welt. Ein Abschnitt des Buches lautet: »Wien ohne Wiener, das wäre ideal …« »… die Stadt ist ein Fall für die Neutronenbombe.« Die Protagonisten sind Matthias Karner und Vera, deren Schicksale auf unvorhersehbare Weise miteinander verwoben sind. Matthias Karner ist ein vom Leben …
Romane
Ulrike Draesners Roman „Mitgift“ ist ein tiefgründiges Werk, das sich mit gesellschaftlich wichtigen Themen wie dem Umgang mit Diversität und dem Druck, in die binäre Geschlechterordnung zu passen, auseinandersetzt. In der Geschichte der Schwestern Anita und Aloe Böhm wirft der Roman wichtige Fragen auf und fordert den Leser dazu auf, über das eigene Verständnis von Geschlechterrollen und Körperlichkeit nachzudenken. Anita, …
Volker Weidermanns „Das Buch der verbrannten Bücher“ ist ein bemerkenswertes Werk, das sich mit der dunklen Geschichte der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933 befasst. Das Buch erzählt die Ereignisse, die zu diesem Tag führten, wie es dazu kam und welche Bücher verbrannt wurden. Es geht auch darauf ein, was mit den Autorinnen und Autoren geschah, deren Werke bei …
„Das Trugbild“ von Kjell Westö wurde von mir mit großer Begeisterung gelesen. Die Geschichte rund um den Rechtsanwalt Claes Thune spielt in Finnland während des Dritten Reiches und zeigt auf beeindruckende Weise, wie sich das politische Klima auf das persönliche Leben auswirkt. Thune ist ein Mann, der in einer Minderheitenposition ist. Während die Gesellschaft um ihn herum immer mehr von …
Clemens J. Setz‘ „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ ist eine atemberaubende Erkundung von menschlicher Verbundenheit, Liebe und Verlust. Der einfühlsam geschriebene Roman spielt in einem Wohnheim für behinderte Menschen und erzählt die Geschichte der jungen Natalie Reinegger, die als Betreuerin für Alexander Dorm arbeitet. Trotz ihrer anfänglichen Bedenken findet sie bald heraus, dass Alexander einen wöchentlichen Besucher hat – …
„Lügen über meine Mutter“ ist ein sehr berührendes und bewegendes Buch von Daniela Dröscher geschrieben. In diesem Buch geht es um das Schicksal der jungen Protagonistin Jessica, die nach dem Tod ihrer Mutter vor schwierige Entscheidungen gestellt wird. Sie muss sich entscheiden, ob sie ihre Familie beschützen oder die Wahrheit ans Licht bringen will. Die Autorin Daniela Dröscher lässt den …
Der Roman „Schwarzweissroman“ von Marion Poschmann ist eine eindringliche und zutiefst beeindruckende Erzählung über eine junge Frau, die in den Ural reist, um ihren Vater zu besuchen, der dort als Ingenieur tätig ist. Poschmann entführt den Leser in eine Welt der Einsamkeit, der Unwirklichkeit und der Machtlosigkeit, die durch den stummen Gigantismus der verschneiten Landschaft und die Isolation der kleinen …
In ihrer Sammlung von fünfzehn Kurzgeschichten, „Strichcode“ von Krisztina Tóth, zeichnet die Autorin ein lebendiges und manchmal bittersüßes Bild der Kindheit in Ungarn während der Kádár-Ära. Durch die Augen der Hauptfigur werden wir auf eine Reise durch ihre Kindheitserlebnisse mitgenommen, von der Begegnung mit einer toten Frau in der U-Bahn bis hin zur Erkenntnis, dass ein Zuhause mehr ist als …
Orhan Pamuks „Schnee“ ist ein fesselnder Roman, der mitten in die turbulente politische Landschaft der modernen Türkei führt. Der Protagonist Ka, ein türkischer Schriftsteller, besucht die Stadt Kars, um die mysteriösen Selbstmorde junger Mädchen zu untersuchen. Doch noch bevor er mit seinen Recherchen beginnen kann, wird die ganze Stadt von einem Putsch erschüttert. Unfähig, Kars zu verlassen, wird Ka tief …
„Glory“ von NoViolet Bulawayo ist ein fesselnder Roman, der in den 1980er Jahren in Simbabwe spielt und die Geschichte der neunjährigen Destiny und ihrer Versuche, in einer Welt voller Gewalt und Armut zu überleben, erzählt. Durch ihre Augen sehen wir, wie das Leben derjenigen aussieht, die unter einem unterdrückerischen Regime leben – die Angst, der Hunger und der ständige Kampf …