In „Junges Licht“ erzählt Ralf Rothmann von den letzten Wochen der Kindheit, die von leisen Schrecken und erhellendem Trost geprägt sind. Die Protagonisten sind Kinder, die in der Nachkriegszeit im Ruhrgebiet aufwachsen. Sie erleben Armut, Gewalt, Krankheit und Tod, aber auch Freundschaft, Liebe und Hoffnung. Rothmanns Sprache ist eindringlich und poetisch, ohne kitschig zu sein. Er findet Bilder und Metaphern …
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In „Vögel“ erzählt Oh Jung-Hee die Geschichte zweier Kinder, die allein in einer ärmlichen Hinterhofwohnung leben und ihre Träume von einer besseren Zukunft nicht aufgeben. Die Protagonistin Uumi sorgt sich um ihren jüngeren Bruder Uuil und versucht, ihn vor den harten Realitäten des Lebens zu schützen. Dabei kämpfen beide gegen ihre Einsamkeit und die Isolation in ihrer kleinen Wohnung an. …
James Leslie Mitchell war ein schottischer Schriftsteller, der in seiner literarischen Arbeit oft seine Heimat Schottland thematisiert hat. Sein bekanntestes Werk „Szenen aus Schottland“ ist eine Sammlung von Erzählungen und essayistischer Prosa, die das Leben in Schottland in den frühen 1930er Jahren beschreiben. Mitchell beschreibt darin auf poetische und klare Art und Weise Menschen, Landschaften und Jahreszeiten sowie die Historie …
In Elisabeth Filhols Roman „Der Reaktor“ zeichnet die Autorin ein düsteres Bild vom Leben im Schatten eines Atomkraftwerks. Anhand der Geschichte von Yann und seinem besten Freund Loïc schildert sie die harte Realität der Arbeit in einer so gefährlichen Umgebung. Die Arbeiter, oder „Neutronenfutter“, wie sie sich selbst nennen, sind hohen Strahlendosen ausgesetzt und leben in Wohnwagen oder Hotels ohne …
„Taxi“ von Cemile Sahin ist ein kraftvoller und herzzerreißender Roman über die verheerenden Folgen des Krieges und die Stärke des menschlichen Geistes in Zeiten der Tragödie. Die Geschichte folgt Ayse, einer älteren türkischen Frau, die ihren Sohn durch den Krieg verloren hat. In ihrer Trauer findet sie Trost, indem sie einen jungen Mann anheuert, der die Identität ihres Sohnes annimmt, …
„Ich verfluche den Fluss der Zeit“ von Per Petterson ist ein berührendes und tiefgründiges Buch, das den Leser auf eine Reise durch die Beziehung einer Mutter und ihres Sohnes mitnimmt. Die Geschichte spielt im November 1989, als die Berliner Mauer fiel und eine Ära zu Ende ging. Gleichzeitig erfährt Arvids Mutter, dass sie an Krebs erkrankt ist und beschließt, noch …
Nora Roberts‘ Roman „Die Blüte der Tage“ ist eine herzerwärmende Geschichte über eine junge Witwe und ihre Reise, nach einer Tragödie neue Liebe und Hoffnung zu finden. Der Roman folgt Stella Rothchild, die mit ihren beiden kleinen Söhnen in eine Kleinstadt zieht und ein neues Leben als Kindergärtnerin beginnt. Dort lernt sie Roz Harper kennen, eine ältere Frau, die ihre …
Urs Widmers „Reise an den Rand des Universums“ ist eine autobiografische Erzählung über seine Jugend und seine Zwanzigerjahre. Widmer beginnt das Buch mit der Feststellung, dass kein Schriftsteller bei Trost eine Autobiografie schreiben sollte. Trotzdem hat er sein Leben von 1938 bis 1968 aufgeschrieben, um Fakten und Erinnerungen festzuhalten und zu zeigen, wie es „tatsächlich“ war. Das Buch beginnt mit …
In Reinhard Jirgls Roman „Abtrünnig“ werden zwei Männer in unerwartete Veränderungen in ihrem Leben gestoßen. Der erste Mann ist ein Bauernsohn aus dem Wendland, der Journalist in Hamburg geworden ist. Der zweite Mann war einst DDR-Grenzsoldat in Frankfurt an der Oder und wurde später vom Bundesgrenzschutz übernommen. Beide sehen sich mit dem plötzlichen Ende ihres bisherigen Lebens konfrontiert; der eine …
„Plötzlich Funkstille“, ein Buch, das den Leser auf eine abenteuerliche Reise mitnimmt. Benjamin Courtault lässt uns an einem Roadtrip teilhaben, der das Leben des Protagonisten auf den Kopf stellt. Doch was genau macht diesen Roman so spannend und faszinierend? Die Geschichte beginnt mit einem eher langweiligen Leben, das durch Regeln und Strukturen bestimmt wird. Der Protagonist führt eine Monotonie, die …
