Home Biografien & Erinnerungen Als ich vom Himmel fiel: Wie mir der Dschungel mein Leben zurückgab von Juliane Koepcke

Als ich vom Himmel fiel: Wie mir der Dschungel mein Leben zurückgab von Juliane Koepcke

by BuecherKatze

Juliane Koepcke war gerade einmal 17 Jahre alt, als das Flugzeug, mit dem sie flog, inmitten des peruanischen Dschungels abstürzte. 91 Menschen, darunter ihre Mutter, kamen ums Leben. Juliane Koepke war die einzige Überlebende und musste elf Tage lang alleine im Urwald überleben, ohne Nahrung und Wasser und fernab jeglicher Zivilisation. Glück, Zähigkeit und ihr Wissen als Tochter von Biologen retteten ihr das Leben – und der Dschungel selbst.

In ihrem Buch beschreibt Juliane Koepke eindrücklich, wie die Natur sie aufnahm, ihr Schutz und Nahrung bot. Sie ernährte sich von Ameisen und Überresten der Flugzeugnahrung, kämpfte gegen den Regen und die Hitze, gegen Insekten und Furcht einflößende Tiere. Trotz all der Schrecken war der Dschungel ein Ort, der die junge Frau am Leben hielt.

Neben der Geschichte ihres Überlebens beschreibt die Autorin auch, wie es war, nach der Rettung in die Zivilisation zurückzukehren. Sie musste mit dem traumatischen Verlust ihrer Mutter und der Trennung von ihrem Vater umgehen. Auf Wunsch ihres Vaters zog sie nach Deutschland zu Verwandten und setzte dort ihre Ausbildung fort. Der Weg zurück ins Leben war schwer, und Juliane Koepke begann, sich intensiv mit ihrem Überlebenskampf auseinanderzusetzen und studierte Biologie.

Im Dschungel hatte sie zu einem tiefen Verständnis für die Natur gefunden. Ihre Erfahrungen zeigten ihr, dass wir alle mit etwas Größerem verbunden sind und wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Natur bewusst werden müssen. Das Buch ist auch eine bewegende Liebeserklärung an die Kraft der Natur und ein flammendes Plädoyer für den Erhalt des Regenwaldes.

Juliane Koepcke, verheiratete Diller, wurde 1954 geboren. Sie wuchs in Lima und im Urwald auf, wo ihre Eltern die Forschungsstation Panguana gründeten. Sie studierte Biologie und arbeitete in der Zoologischen Staatsammlung München. Einmal in jedem Jahr kehrte nach Peru zurück. Im Jahr 2000 übernahm sie die Leitung von Panguana. Ihre Geschichte wurde von Werner Herzog unter dem Titel »Schwingen der Hoffnung« verfilmt.

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