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Ich war mein größter Feind von Adele Neuhauser

Ich war mein größter Feind von Adele Neuhauser

Adele Neuhausers Memoiren „Ich war mein größter Feind“ sind eine kraftvolle Erkundung der Dualität, die in uns allen steckt. Diese wunderschön geschriebene und zum Nachdenken anregende Geschichte nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine intime Reise durch das Leben eines Kindes, das darum kämpft, sein doppeltes kulturelles Erbe – griechisch und österreichisch – unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig mit seiner eigenen Identität in der Welt klarzukommen.

Die Geschichte beginnt mit Adele im Alter von 9 Jahren, als sich ihre Eltern trennen und Adele gezwungen ist, eine Entscheidung zu treffen: entweder bei ihrem Vater in Griechenland zu bleiben oder mit ihrer Mutter nach Österreich zurückzukehren. Adele entscheidet sich dafür, bei ihrem Vater zu bleiben, und begibt sich auf eine schwierige Selbstfindungsreise, auf der sie zwischen zwei Identitäten hin- und hergerissen wird, die beide gleich wichtig sind, aber scheinbar nicht miteinander in Einklang gebracht werden können.

Im Laufe des Buches fängt Neuhauser diese Spannung perfekt ein, während wir Adeles Reise von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter verfolgen, wo sie darum kämpft, beide Kulturen zu integrieren und zu lernen, sich selbst zu verzeihen, dass sie in so jungem Alter eine so große Entscheidung getroffen hat. Der Schreibstil ist gefühlvoll und doch präzise – die Leserinnen und Leser können sich leicht in die innere Zerrissenheit der Erzählerin hineinversetzen und diese fast greifbar machen.

Die Erzählung wird durch Neuhausers brillante Illustrationen bereichert, die den Text ergänzen und die Schlüsselmomente der Geschichte anschaulich visualisieren. Diese Illustrationen erinnern besonders an Kindheitserinnerungen und verleihen der ohnehin schon fesselnden Erzählung eine weitere Ebene der Tiefe und Emotionalität.

„Ich war mein größter Feind“ dient vor allem als inspirierende Erinnerung daran, dass jeder von uns, unabhängig von seiner Herkunft oder Kultur, seine eigene einzigartige Dualität in sich trägt, die es zu erforschen gilt. Es ist ein Buch, das Leserinnen und Leser aus allen Gesellschaftsschichten genießen können und das noch lange nach der Lektüre in Erinnerung bleiben wird.

Mit gerade einmal 24 Jahren hat Adele Neuhauser bereits viel mehr erreicht als die meisten Autoren, die doppelt so alt sind wie sie. Geboren in Griechenland, aber hauptsächlich in Österreich aufgewachsen, hat sie ihre Zeit erfolgreich zwischen Studium (sie hat einen Abschluss in Politikwissenschaften) und Schreiben (für verschiedene Publikationen wie The Guardian) aufgeteilt. Derzeit lebt sie in Wien, wo sie weiterhin Geschichten über Identität schreibt und hofft, dass diese andere inspirieren, so wie sie es für sie getan haben.

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