Home Biografien & Erinnerungen In der Wüste des Wahnsinns: Was ich im Irakkrieg erlebt und endlich begriffen habe von Jeff Montrose

In der Wüste des Wahnsinns: Was ich im Irakkrieg erlebt und endlich begriffen habe von Jeff Montrose

by BuecherKatze

 

In dem Buch „In der Wüste des Wahnsinns: Was ich im Irakkrieg erlebt und endlich begriffen habe“ beschreibt der US-Veteran Jeff Montrose schonungslos seine Erfahrungen als Kampfsoldat im Irak. Als junger Soldat verfolgt er den Terroranschlag auf das World Trade Center im Fernsehen, und entscheidet sich dafür, in den Krieg zu ziehen, um für sein Land zu kämpfen. Was ihn erwarten wird, kann der junge Mann zu diesem Zeitpunkt nicht erahnen.

Montrose schildert in seinem Buch seine Erlebnisse im Irak, wo er als Kompaniechef für seine Kameraden verantwortlich war und selbst an Einsätzen teilnahm. Er beschreibt eindrücklich die Hilflosigkeit gegenüber einem unsichtbaren Feind, die Verrohung der Soldaten und den Tod seiner Kameraden. Er reflektiert über die Sinnhaftigkeit des Krieges und fragt sich, was er eigentlich in diesem Land zu suchen hatte.

Wie viele andere leidet Montrose unter massiven Nachwirkungen des Krieges und muss sich den Weg in ein normales Leben schwer erkämpfen. Er stellt sich den Fragen, die viele Veteranen nach ihrer Rückkehr aus Kriegsgebieten beschäftigen. Was hat der Krieg mit mir gemacht? Wie soll ich mit meinen Erlebnissen umgehen?

Das Buch ist ein ungeschönter Einblick in das Leben eines Soldaten im Irak. Montrose zeigt eindrücklich, wie der Krieg das Leben eines Menschen verändern kann. Er beschreibt die psychischen Belastungen, die mit den Kampfeinsätzen einhergehen und oft ein Leben lang Spuren hinterlassen. Montrose zeigt, dass der Krieg immer noch eine menschliche Tragödie ist und dass es an der Zeit ist, alternative Lösungen für internationale Konflikte zu suchen.

Jeff Montrose, geboren 1972, ging als Siebzehnjähriger zur US-Armee und wurde 2004/2005 im Irakkrieg als Zugführer, später als stellvertretender Kompaniechef eingesetzt. Aus Gewissensgründen quittierte er den Dienst und lebt seitdem in Deutschland, wo er zunächst als Englischlehrer arbeitete. Seit 2010 ist er Lehrbeauftragter für US-Außen- und Sicherheitspolitik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, seit 2016 auch Gastdozent für US-Außenpolitik an der Universität Hamburg.

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