Ein herausragender und kraftvoller Roman, der sich mit den verheerenden Auswirkungen der Sklaverei auf das Leben der Menschen auseinandersetzt. „Menschenkind“ von Toni Morrison ist eine wirklich bemerkenswerte Geschichte voller Intrigen, emotionaler Tiefe und haarsträubender Wendungen. Er spielt im Amerika nach dem Bürgerkrieg und erzählt die Geschichte von Sethe, einer Frau, deren Tochter ihr vor Jahren durch die Sklaverei weggenommen wurde. …
Romane
Hinter „Eileen“ von Ottessa Moshfegh verbirgt sich ein düsteres und ungewöhnliches Buch, das dem Leser noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Eileen Dunlop, die Protagonistin des Romans, ist eine sehr ambivalente Figur. Sie wurde von ihrem kranken Vater gezwungen, sich um ihn zu kümmern und ist deshalb frühzeitig aus der Schule ausgestiegen. Sie arbeitet in einer Vollzugsanstalt für jugendliche Straftäter …
Luis Sepúlvedas Buch „Der Schatten dessen, was wir waren“ ist eine bewegende Geschichte von drei Exilanten, die nach 35 Jahren wieder in ihre Heimat Chile zurückkehren und sich auf einen letzten Coup vorbereiten. Cacho, Lolo und Lucho mögen dickbäuchig, kahl und graubärtig geworden sein, aber sie sind keinesfalls zu unterschätzen. Ihre Suche nach der Beute eines legendären Banküberfalls wird zu …
Jostein Gaarders „Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort“ ist eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit Sterblichkeit, Leben und Tod. Es erzählt die Geschichte von Cecilie, einer jungen Frau, deren Leben sich aufgrund einer Krebserkrankung dem Ende zuneigt. Als sie eines Nachts in ihrem Bett liegt, begegnet sie Ariel – einem Engel, der ihr vom Himmel geschickt wurde, um ihr vor ihrem …
Das kürzlich als Taschenbuch erschienene Werk „Kempinski erobert Berlin“ von Horst Bosetzky erzählt die faszinierende Geschichte eines Berliner Familienunternehmens, das zu Kaiserzeiten zu Weltruhm gelangte, aber aufgrund der wirtschaftlichen Herausforderungen und des wachsenden Antisemitismus der 1930er Jahre einen dramatischen Niedergang erlebte. Der Roman beginnt mit der Gründung der Weinhandlung M. Kempinski & Co in der Friedrichstraße im Jahr 1872 durch …
Das Buch „Superposition“ von Kat Kaufmann erzählt die Geschichte der 26-jährigen Jazzpianistin Izy Lewin, die in einer Welt voller Grausamkeiten und Brutalitäten lebt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen zu einem albtraumhaften Strudel aus Avancen, Beschissenheit und erniedrigenden Hotel-Gigs. Izy Lewin versucht, dem Teufelskreis zu entkommen und sich daraus zu befreien. „Alles Schöne birgt Brutales“ – Diese Botschaft zieht sich wie ein …
„Nichts, was uns passiert“, ist der Debütroman von Bettina Wilpert, eine kraftvolle und manchmal rohe Auseinandersetzung mit Vergewaltigungsvorwürfen zwischen zwei Freunden. Das Buch folgt der Protagonistin Anna, die ihren Freund Jonas wegen Vergewaltigung anzeigt. Als ihre Aussagen aufeinandertreffen, werden die Leser in die erschütternde Realität falscher Anschuldigungen hineingezogen, die nicht nur die Betroffenen, sondern auch alle in ihrem Umfeld betreffen …
In ihrem Roman „Kosmetik des Bösen“ beschreibt die belgische Schriftstellerin Amélie Nothomb das perfide Spiel mit der äußeren Erscheinung, das den Leserinnen und Lesern eine eiskalte Gänsehaut über den Rücken jagt. Das Böse wird hier nicht als monströser Schatten oder blutrünstiger Feind dargestellt, sondern als eine verführerische Schönheit, die sich als sanftmütige und sympathische Person tarnt. Zunächst begegnet der Leser …
In „Anschauung und Anschaulichkeit“ untersuchen Hans Adler und Sabine Gross die Schnittstellen zwischen Epistemologie, Ästhetik und Visual Studies. Der Sammelband bietet interdisziplinäre Beiträge aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Philosophie, Rhetorik, Literatur- und Kunstwissenschaft, Medien- und Intermedialitätsforschung und Neurowissenschaften. Die zentrale Fragestellung, die dem Band zugrunde liegt, betrifft zwei Hauptthemen: Was sind äußere und innere Bilder und wie entstehen sie? Seit …
„Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann ist ein brillanter historischer Roman, der sich auf die Freundschaft zwischen Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß konzentriert. Der Roman spielt im späten 18. Jahrhundert, als die Fortschritte in der Technologie die Vermessung und Kartierung der Welt erleichterten, und fängt die Aufregung und den Ehrgeiz zweier Männer ein, die genau das wollten …
