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Sommerlicht, und dann kommt die Nacht von Jón Kalman Stefánsson

by BuecherChaotin

In dem Buch „Sommerlicht, und dann kommt die Nacht“ von Jón Kalman Stefánsson geht es um das Leben in einem kleinen 400-Seelen-Ort im äußersten Westen Islands. Die Bewohner dieses Ortes haben mit den Herausforderungen des langen und dunklen Winters in der Nähe des Polarkreises zu kämpfen. Sie versuchen, aus der Kleinstadtlethargie auszubrechen und ihre Tage aufregend zu gestalten. Stefánsson beschreibt in diesem Buch, wie die Bewohner des Ortes auf der Suche nach Leben und Liebe sind und wie diese Suche sie verändert.

In „Sommerlicht, und dann kommt die Nacht“ schafft Stefánsson eine poetische und intensive Erzählung, die einen gedanklich direkt in den beschriebenen kleinen Ort transportiert. Mit seinen detaillierten Beschreibungen vermittelt er das Gefühl, als ob man selbst Teil der Welt und ihrer Bewohner wird. Man kann ihre Träume, Sehnsüchte und Ängste förmlich spüren und erleben. Es ist eine Reise in eine verstehende Gemeinschaft, die man nicht verpassen sollte.

Ein besonderes Highlight des Buches sind die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen. Stefánsson hat ein außergewöhnliches Talent, die wilde und raue Landschaft Islands in Worte zu fassen. Man spürt förmlich den Wind, hört das Meer rauschen und fühlt die Kälte auf der Haut.

Die Charaktere in „Sommerlicht, und dann kommt die Nacht“ sind sehr vielschichtig und realistisch dargestellt. Jeder hat seine eigenen Probleme und Herausforderungen zu meistern. Stefánsson schafft es, ihre Gedanken und Gefühle so eindringlich zu beschreiben, dass man als Leser das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen.

Was das Buch noch interessanter macht, ist die Tatsache, dass es auf wahren Begebenheiten basiert. Stefánsson hat tatsächlich in einem 400-Seelen-Ort im Westen Islands gelebt und konnte dadurch authentische Eindrücke sammeln und Erfahrungen machen, die er in seinen Roman einfließen ließ.

Jón Kalman Stefánsson ist einer der bekanntesten Schriftsteller Islands. Geboren wurde er 1963 in Reykjavik. Jón Kalman hat in den Jahren seiner frühen Karriere viele verschiedene Wege gefunden, um Geld zu verdienen und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ob als hart arbeitender Fischindustrie-Angestellter oder als wandelbarer Maurer, er hat sich stets engagiert und mit jedem Job neue Fähigkeiten erworben. Sogar eine kurze Stelle als Polizist am Flughafen von Keflavík hat er angenommen und damit seine Neugier und Abenteuerlust unter Beweis gestellt. All dies zeigt, dass Jón Kalman ein zielstrebiger und vielseitiger Mensch ist, der immer bereit ist, neue Herausforderungen anzunehmen, bis er sich schließlich voll und ganz dem Schreiben zuwandte und zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Werke erhalten hat, darunter auch den isländischen Literaturpreis

In „Sommerlicht, und dann kommt die Nacht“ zeigt sich Stefánssons Talent als Erzähler in voller Pracht. Mit seiner poetischen Sprache und seiner Fähigkeit, das Leben in einem kleinen Ort so authentisch darzustellen, hat er ein beeindruckendes Werk geschaffen. Das Buch ist ein Muss für alle, die sich für das Leben in kleinen Gemeinden interessieren oder die sich einfach von der Schönheit Islands verzaubern lassen wollen.

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